| Der Pinot Noir ... die Rote Rebsorte des Elsaß | ||
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Der Pinot Noir stammt aus dem Burgund, und ist die einzige im Elsaß autorisierte rote Rebsorte. War er anfangs überwiegend dazu bestimmt, leichte, fruchtige Weine mit eher kirschhellem Farbton zu ergeben, so baut man den Pinot Noir heute immer häufiger rot aus, und läßt damit gewissermaßen eine sehr alte Tradition wieder aufleben. In der Bezeichnung AOC Alsace ist er stark vertreten, doch kann er auch zur Herstellung von elsässischen Schaumweinen vom Typ Blanc de Noirs (weißer Crémant aus roten Trauben) oder von Crémant rosé dienen.
Auch wenn das Elsaß insbesondere für seine Weißweine berühmt ist, läßt sich aus zahllosen Schriftstücken über die Kellerbestände der Abteikirchen und die von der Kirche im Mittelalter eingetriebenen Weinzehnten ersehen, dass es eine beträchtliche Rotweinproduktion gab. Unter den 40 damals angebauten Rebsorten nahm der Pinot Noir einen wichtigen Platz ein. Merkwürdigerweise zeichnete sich Ende des 16. Jahrhunderts ein Niedergang dieser Produktion ab, und lediglich an einigen elsässischen Orten wurde diese Tradition aufrechterhalten (Ottrott, Saint Léonard, Boersch, Saint Hippolyte, Rodern, Marlenheim...). Was also heute von vielen als Neuheit betrachtet wird, ist in Wirklichkeit nur ein Erbe der Vergangenheit, das wachsenden Erfolg verzeichnet. Der Pinot Noir hat sich seit den fünfziger Jahren ständig entwickelt, und nimmt derzeit 9 % innerhalb des Sortenbestandes des elsässischen Weinbaugebiets ein (1969 repäsentierte er lediglich 2 %). Degustation Getragen wurde der Pinot Noir d'Alsace in den letzten Jahren von einem ganz ausgeprägten Hang des Verbrauchers zu leichten, gerbsäurearmen Rotweinen, die kühl zu genießen sind. Es handelt sich hier um einen kapriziösen Wein. Geringe Erträge, ein perfekter Gesundheitszustand und eine sorgsame Weinbereitung sind Voraussetzung, damit er seine ganze Fruchtigkeit und Eleganz zum Ausdruck bringen kann. Diese Weine, die auch jung schon attraktiv sind und sehr geschätzt werden, besitzen bisweilen ein erstaunliches Entwicklungspotential. Dieser Wein erlangt bei dem unsere Region kennzeichnenden nördlichen Klima nur selten eine tiefe Farbe. Der elsässische Pinot Noir ist schon immer ein leichter, frischer Wein gewesen, der die Aromen von Kirschen, Himbeeren und Brombeeren, sowie von harmonischen Tanninen in sich trägt. Doch läßt man ihn immer häufiger im Eichenfaß altern, wo ein profunderer Wein mit reichlich Körper bereitet werden kann, welcher einen dunklen Ton und Aromen aufweist, die an reife Früchte, an Leder ... denken lassen. |
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